{"id":56,"date":"2025-10-01T23:23:14","date_gmt":"2025-10-01T23:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/shml.ch\/?p=56"},"modified":"2025-11-11T01:47:50","modified_gmt":"2025-11-11T01:47:50","slug":"saisonale-gerichte-die-die-vielfalt-der-schweiz-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shml.ch\/?p=56","title":{"rendered":"Saisonale Gerichte, die die Vielfalt der Schweiz zeigen"},"content":{"rendered":"<p> Die Schweiz verbindet regionale Traditionen mit modernen Einfl\u00fcssen, besonders sichtbar in saisonalen Gerichten. Vom Walliser Herbst mit Raclette, Wild und Trockenfleisch \u00fcber Tessiner Polenta und Kastanien bis zu Fr\u00fchlingskr\u00e4utern aus dem Mittelland zeigt die K\u00fcche, wie Landschaft, Klima und Kultur den Jahreslauf pr\u00e4gen und nachhaltigen Genuss f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Inhalte<\/h2>\n<ul class=\"toc-class\">\n<li><a href=\"#fruhlingskuche-mit-barlauch\">Fr\u00fchlingsk\u00fcche mit B\u00e4rlauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#egli-mit-walliser-aprikosen\">Egli mit Walliser Aprikosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#herbst-pilze-und-marroni\">Herbst: Pilze und Marroni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tessiner-polenta-mit-luganighe\">Tessiner Polenta mit Luganighe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#regionale-beilagen-und-wein\">Regionale Beilagen und Wein<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<h2 id=\"fruhlingskuche-mit-barlauch\">Fr\u00fchlingsk\u00fcche mit B\u00e4rlauch<\/h2>\n<p>B\u00e4rlauch markiert den kulinarischen Fr\u00fchling in W\u00e4ldern vom Z\u00fcrcher Oberland bis zum Jura. Das Blatt mit dem Duft zwischen Knoblauch und Schnittlauch bringt frische W\u00fcrze in traditionelle Rezepte und zeigt, wie <strong>saisonal<\/strong> und <strong>regional<\/strong> gekocht wird. Fein gehackt in Sp\u00e4tzliteig, als gr\u00fcne Note in cremiger Kartoffelsuppe oder zu knuspriger R\u00f6sti &#8211; die Pflanze erg\u00e4nzt alpine Klassiker ebenso wie mediterran gepr\u00e4gte Teller aus dem Tessin. Aufgrund der kurzen Saison von M\u00e4rz bis Mai bietet sich die Veredelung zu <strong>Pesto<\/strong>, \u00d6l oder Butter an, um das Aroma l\u00e4nger zu bewahren.<\/p>\n<p><figure class=\"wp-block-table is-style-stripes alignwide\"><\/p>\n<table class=\"has-fixed-layout\"><\/p>\n<thead><\/p>\n<tr><\/p>\n<th>Region<\/th>\n<p><\/p>\n<th>Gericht<\/th>\n<p><\/p>\n<th>Besonderheit<\/th>\n<p>\n<\/tr>\n<p>\n<\/thead>\n<p><\/p>\n<tbody><\/p>\n<tr><\/p>\n<td>Z\u00fcrichsee<\/td>\n<p><\/p>\n<td>B\u00e4rlauch-Sp\u00e4tzli<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Mit <strong>Bergk\u00e4se<\/strong> &#038; R\u00f6stzwiebeln<\/td>\n<p>\n<\/tr>\n<p><\/p>\n<tr><\/p>\n<td>Tessin<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Gnocchi al B\u00e4rlauch<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Zitrone &#038; Luganighetta<\/td>\n<p>\n<\/tr>\n<p><\/p>\n<tr><\/p>\n<td>Graub\u00fcnden<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Capuns mit B\u00e4rlauch<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Kr\u00e4uterteig, Salsiz-Jus<\/td>\n<p>\n<\/tr>\n<p><\/p>\n<tr><\/p>\n<td>Waadtland<\/td>\n<p><\/p>\n<td>W\u00e4he mit B\u00e4rlauch<\/td>\n<p><\/p>\n<td>Gruy\u00e8re, knuspriger M\u00fcrbeteig<\/td>\n<p>\n<\/tr>\n<p>\n<\/tbody>\n<p>\n<\/table>\n<p>\n<\/figure>\n<\/p>\n<p>Technik und Paarungen: Kurz blanchiert wirkt B\u00e4rlauch milder, roh verarbeitet bleibt die \u00e4therische Sch\u00e4rfe erhalten. Besonders stimmig sind Kombinationen mit <strong>Bergk\u00e4se<\/strong>, <strong>Nussbutter<\/strong>, Zitrusnoten und ger\u00f6steten N\u00fcssen. In Graub\u00fcnden verfeinert er Capuns-Teig, am Lago Maggiore f\u00e4rbt er Gnocchi, rund um Bern verleiht er einer W\u00e4he Kr\u00e4utercharakter. Auch in s\u00e4migen Saucen zu Forelle oder in Polenta f\u00fcgt er sich harmonisch ein; fermentiert oder eingelegt erweitert er die Palette \u00fcber das Fr\u00fchjahr hinaus.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>B\u00e4rlauch-Butter:<\/strong> aufgeschlagen mit Salzflocken und Zitronenabrieb<\/li>\n<li><strong>Pesto Ticinese:<\/strong> B\u00e4rlauch, Oliven\u00f6l, Baumn\u00fcsse, Sbrinz<\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcnes \u00d6l:<\/strong> sanft extrahiert, zum Verfeinern von Suppen und Saucen<\/li>\n<li><strong>Quark-Dip:<\/strong> B\u00e4rlauch, Rahm, Gurke, Pfeffer<\/li>\n<li><strong>R\u00f6sti-Variante:<\/strong> fein geschnittene Bl\u00e4tter in die Kartoffelmasse<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"egli-mit-walliser-aprikosen\">Egli mit Walliser Aprikosen<\/h2>\n<p>Ein leicht gebratenes Filet vom <strong>Egli<\/strong> trifft auf aromatische <strong>Walliser Aprikosen<\/strong>: zarte S\u00fc\u00dfe und feine S\u00e4ure kontrastieren die nussige Note von Butter und die milde Frische von Bergkr\u00e4utern. Die Aprikosen werden kurz in der Pfanne karamellisiert, mit <strong>Fendant<\/strong> abgel\u00f6scht und zu einer glasigen Reduktion eingekocht; ein Spritzer Zitrone, ein Hauch Thymian und ein Essl\u00f6ffel kalte Butter binden die Sauce. Die Egli-Filets werden nur mehliert, in gekl\u00e4rter Butter 2-3 Minuten pro Seite goldbraun gebraten und unmittelbar mit der Aprikosenreduktion nappiert.<\/p>\n<p>Kulinarisch spiegelt das Gericht den Sommer in den Seenregionen und Obstg\u00e4rten des Landes: Fangfrischer Fisch aus Bodensee, Z\u00fcrichsee oder Neuenburgersee trifft auf sonnenverw\u00f6hnte Fr\u00fcchte aus dem Rhonetal. Optimal ist die Saison von <strong>Juli bis August<\/strong>, wenn die Aprikosen auf dem H\u00f6hepunkt sind; Egli aus nachhaltiger Binnenfischerei erg\u00e4nzt die kurze Erntezeit ideal. Als Begleiter eignen sich <strong>R\u00f6sti<\/strong> mit brauner Butter, cremige <strong>Polenta<\/strong> aus dem Tessin oder ein feines <strong>Safranrisotto<\/strong> mit <strong>Munder Safran<\/strong>; im Glas harmonieren <strong>Petite Arvine<\/strong> oder ein mineralischer <strong>Chasselas<\/strong>.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hauptdarsteller: <strong>Egli<\/strong>-Filets, <strong>Walliser Aprikosen<\/strong><\/li>\n<li>Sauce: Aprikosen-Fendant-Reduktion, kalte Butter, Zitrone, Thymian<\/li>\n<li>Texturkontrast: knusprige Haut, saftiges Fruchtfleisch, seidig gebundene Sauce<\/li>\n<li>Beilagen: R\u00f6sti, Tessiner Polenta, Safranrisotto<\/li>\n<li>Wein: Petite Arvine, Chasselas (Fendant)<\/li>\n<\/ul>\n<table class=\"wp-block-table is-style-stripes\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Aspekt<\/th>\n<th>Empfehlung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Saison<\/td>\n<td>Juli-August<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Region<\/td>\n<td>Wallis + Schweizer Seen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Garzeit Fisch<\/td>\n<td>2-3 Min.\/Seite<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gew\u00fcrzprofil<\/td>\n<td>Zitrone, Thymian, braune Butter<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wein<\/td>\n<td>Petite Arvine, Chasselas<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2 id=\"herbst-pilze-und-marroni\">Herbst: Pilze und Marroni<\/h2>\n<p><strong>W\u00e4lder und Alpenwiesen<\/strong> liefern im Sp\u00e4therbst ein Aromenspektrum von nussig bis umami: Steinpilze, Eierschw\u00e4mme, Parasol und einheimische Tr\u00fcffel wie der Burgundertr\u00fcffel pr\u00e4gen regionale K\u00fcchen zwischen Jura, Mittelland und Alpen. Traditionelle Zubereitungen reichen vom <strong>Pilzragout<\/strong> zu R\u00f6sti bis zu Polenta e funghi; vielerorts sorgen Pilzkontrollen f\u00fcr Qualit\u00e4t und Sicherheit. In der K\u00fcche gilt: trocken putzen, kurz und hei\u00df braten, mit Rahm, Weisswein oder Alpenkr\u00e4utern wie Thymian und Majoran abrunden.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden pr\u00e4gen <strong>Marroni<\/strong> Landschaft und Speisekarte: Kastanienselven im Tessin liefern die Basis f\u00fcr Marroni-Polenta, Gnocchi aus Kastanienmehl sowie S\u00fcssspeisen wie <strong>Vermicelles<\/strong>. Die Kombination aus erdiger S\u00fcsse der Marroni und der W\u00fcrze von Pilzen passt zu Wild, Bergk\u00e4se und Butteraromen; regional variieren die Akzente zwischen Grotto-K\u00fcche und alpinen Klassikern.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Pilze<\/strong>: trocken b\u00fcrsten, nicht w\u00e4ssern; kr\u00e4ftig anr\u00f6sten; mit Schalotten, Rahm, Weisswein oder Alpk\u00e4se kombinieren.<\/li>\n<li><strong>Marroni<\/strong>: kreuzweise einschneiden, r\u00f6sten oder kochen; als P\u00fcree, Mehl oder glasierte Beilage einsetzen; harmoniert mit Salbei, Rosmarin, Speck.<\/li>\n<li><strong>Saisonal &#038; lokal<\/strong>: Sammel- und Mengenregeln beachten; Abschnitte f\u00fcr Fonds nutzen; kurze Transportwege erhalten Aroma und Textur.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"wp-block-table is-style-stripes\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Region<\/th>\n<th>Zutat<\/th>\n<th>Gericht<\/th>\n<th>Notiz<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Tessin<\/td>\n<td>Marroni &#038; Steinpilze<\/td>\n<td>Marroni-Polenta mit Steinpilzragout<\/td>\n<td>Kastanienmehl, Grotto-Stil<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Graub\u00fcnden<\/td>\n<td>Mischpilze<\/td>\n<td>Pizokel mit Pilzen und Sbrinz<\/td>\n<td>Buchweizen, nussig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Jura<\/td>\n<td>Burgundertr\u00fcffel<\/td>\n<td>R\u00fchrei mit Tr\u00fcffelsp\u00e4nen<\/td>\n<td>Butter, Sanftw\u00e4rme<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Romandie<\/td>\n<td>Marroni<\/td>\n<td>Vermicelles mit Meringues<\/td>\n<td>Klassiker der P\u00e2tisserie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bern<\/td>\n<td>Champignons<\/td>\n<td>R\u00f6sti mit Pilzrahmsauce<\/td>\n<td>Schnittlauch, Rahm<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2 id=\"tessiner-polenta-mit-luganighe\">Tessiner Polenta mit Luganighe<\/h2>\n<p>In den s\u00fcdlichen Alpen verwurzelt verbindet dieses Gericht die cremige W\u00e4rme einer langsam ger\u00fchrten <b>Polenta gialla<\/b> mit der w\u00fcrzigen Kraft der <b>Luganighe<\/b>, den typischen Tessiner Schweinsw\u00fcrsten. Der grob gemahlene Mais (<b>Bramata<\/b>) wird traditionell im Kupferkessel mit Wasser und Salz gegart und zum Schluss mit Butter und etwas <b>Alpk\u00e4se<\/b> verfeinert; die W\u00fcrste schmoren separat in <b>Merlot del Ticino<\/b> mit Zwiebeln und Salbei, wodurch pfeffrige, leicht muskatartige Noten entstehen. Saisonale Beilagen wie Steinpilze im Herbst oder Wirz im Winter spiegeln das Terroir und intensivieren die aromatische Tiefe.<\/p>\n<p>Die Komposition steht f\u00fcr bodenst\u00e4ndige, saisonbewusste K\u00fcche mit klarer Aromatik und markantem Texturkontrast zwischen cremiger Basis und saftiger Wurst. In Grotti und auf Bergh\u00f6fen kommen h\u00e4ufig regionale Akzente wie Tessiner Oliven\u00f6l, ger\u00f6stete <b>Kastanien<\/b> oder ein L\u00f6ffel Schmorjus hinzu; serviert wird rustikal in Pfanne oder Holzgeschirr, damit die W\u00e4rme gehalten und die K\u00f6rnigkeit der Polenta betont bleibt.<\/p>\n<ul>\n<li><b>Saisonale Begleiter:<\/b> Steinpilze, Wirz, Cicorino rosso, Kastanien, eingelegte Zwiebeln<\/li>\n<li><b>W\u00fcrzprofil:<\/b> Salbei, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Knoblauch<\/li>\n<li><b>K\u00e4se-Optionen:<\/b> Zincarlin, Sbrinz, Alp-Mutschli (fein gerieben)<\/li>\n<li><b>Textur-Hinweis:<\/b> grob gemahlener Mais f\u00fcr Biss; kurze Ruhezeit f\u00fcr Bindung<\/li>\n<\/ul>\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Merkmal<\/th>\n<th>Kurzinfo<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Region<\/td>\n<td>Tessin, Sottoceneri<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Saisonh\u00f6hepunkt<\/td>\n<td>Herbst-Winter<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hauptzutaten<\/td>\n<td>Polenta (Bramata), Luganighe, Merlot, Salbei<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Textur<\/td>\n<td>Cremig + saftig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wein<\/td>\n<td>Merlot del Ticino<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Servieridee<\/td>\n<td>Mit Steinpilzen oder Wirz<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<h2 id=\"regionale-beilagen-und-wein\">Regionale Beilagen und Wein<\/h2>\n<p>Beilagen aus den Alpen, den Jurah\u00f6hen und den Seeufern spiegeln B\u00f6den, Klima und Handwerk wider. Knusprige Kartoffelgerichte, cremige Maisgerichte, nussige Blattstiele und aromatische Wurzelgem\u00fcse begleiten saisonale Hauptgerichte und setzen eigenst\u00e4ndige Akzente. Regionale Zutaten wie Bergkartoffeln, Edelkastanien, Safran aus Mund, Alpk\u00e4se und Alpenkr\u00e4uter pr\u00e4gen Textur und Geschmack. Dadurch entstehen Aromenbilder, die sich mit der heimischen Weinkultur ausgleichen oder gezielt kontrastieren.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>R\u00f6sti mit Bergk\u00e4se<\/strong> &#8211; w\u00fcrzig und knusprig<\/li>\n<li><strong>Polenta mit Steinpilzen<\/strong> &#8211; cremig und erdig<\/li>\n<li><strong>Maluns mit Apfelmus<\/strong> &#8211; buttrig und leicht s\u00fc\u00df<\/li>\n<li><strong>Safran-Risotto<\/strong> &#8211; duftig und feinw\u00fcrzig<\/li>\n<li><strong>Krautstiel-Gratin<\/strong> &#8211; mild und nussig<\/li>\n<\/ul>\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\">\n<table class=\"has-fixed-layout\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Kanton<\/th>\n<th>Beilage<\/th>\n<th>Saison<\/th>\n<th>Weinempfehlung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Tessin<\/td>\n<td><strong>Polenta mit Steinpilzen<\/strong><\/td>\n<td>Herbst<\/td>\n<td><strong>Merlot<\/strong> (rosso)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Graub\u00fcnden<\/td>\n<td><strong>Maluns<\/strong> mit Apfelmus<\/td>\n<td>Ganzj\u00e4hrig<\/td>\n<td><strong>Pinot Noir<\/strong> (B\u00fcndner Herrschaft)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wallis<\/td>\n<td><strong>Safran-Risotto<\/strong><\/td>\n<td>Herbst<\/td>\n<td><strong>Heida\/Pa\u00efen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Waadt<\/td>\n<td><strong>Randen-Salat<\/strong> mit N\u00fcssen<\/td>\n<td>Herbst\/Winter<\/td>\n<td><strong>Chasselas<\/strong> (La C\u00f4te)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p>Wein und Beilagen bauen Aromenbr\u00fccken \u00fcber Textur, W\u00fcrze und S\u00e4ure: R\u00f6staromen aus <strong>R\u00f6sti<\/strong> und Barrique-Noten eines strukturierten <strong>Pinot Noir<\/strong> verst\u00e4rken sich, w\u00e4hrend die cremige <strong>Polenta<\/strong> durch samtigen <strong>Merlot<\/strong> an F\u00fclle gewinnt. Zitrische Frische von <strong>Heida<\/strong> oder salzige Spannung bei <strong>Petite Arvine<\/strong> halten feinw\u00fcrzige Beilagen wie <strong>Safran-Risotto<\/strong> pr\u00e4zise in Balance. Bei nussigen Komponenten (Krautstiel, Randen mit N\u00fcssen) sorgen filigrane Wei\u00dfweine wie <strong>Chasselas<\/strong> oder ein klarer <strong>M\u00fcller-Thurgau Luzern<\/strong> f\u00fcr Leichtigkeit; kr\u00e4ftigere, k\u00e4sereiche Beilagen harmonieren mit mehr Struktur, w\u00e4hrend s\u00fc\u00dfliche Nuancen (Apfelmus zu Maluns) durch trockene, fruchtbetonte Weine ausbalanciert werden.<\/p>\n<h2 id=\"qa\"><\/h2>\n<h2>Was zeichnet saisonale Schweizer Gerichte aus?<\/h2>\n<p>Regionale Zutaten und traditionelle Techniken spiegeln Mikroklimata vom Tessin bis Graub\u00fcnden. Saisonales Gem\u00fcse, Obst, Alpenkr\u00e4uter, Fisch und K\u00e4se pr\u00e4gen Geschmack und Textur. Terroir, H\u00f6henlage und Kulturgeschichte formen die Vielfalt.<\/p>\n<h2>Welche Fr\u00fchlingsgerichte stehen exemplarisch?<\/h2>\n<p>Im Fr\u00fchling dominieren Spargeln aus dem Thurgau, B\u00e4rlauchravioli aus dem Tessin und Forelle aus klaren Seen. Junge Alpenkr\u00e4uter verfeinern Suppen und Salate; in Graub\u00fcnden bringen Capuns mit frischem Krautstiel saisonale Aromatik.<\/p>\n<h2>Welche Sommergerichte zeigen die mediterran-alpine Bandbreite?<\/h2>\n<p>Im Sommer verbinden Tessiner Polenta mit Zucchini und Peperoni mediterrane Noten mit Alpk\u00e4se. Felchen vom Bodensee werden mit Kr\u00e4utern sanft gegart. Walliser Aprikosen veredeln Kuchen und Konfit\u00fcren und stehen f\u00fcr sonnige Terroir-Aromen.<\/p>\n<h2>Welche Herbstklassiker stehen f\u00fcr die Jagd- und Erntezeit?<\/h2>\n<p>Der Herbst bringt Wildgerichte mit Sp\u00e4tzli, Rotkraut und Marroni, dazu Pilzragouts aus Steinpilzen und Eierschw\u00e4mmen. K\u00fcrbissuppen und -risotti nutzen reife Sorten, w\u00e4hrend Traubenmost und N\u00fcsse die Erntef\u00fclle in S\u00fcssspeisen \u00fcbersetzen.<\/p>\n<h2>Welche Wintergerichte stehen f\u00fcr W\u00e4rme und Alpentradition?<\/h2>\n<p>Im Winter sorgen Fondue und Raclette f\u00fcr gesellige W\u00e4rme, oft mit regionalen K\u00e4semischungen. B\u00fcndner Gerstensuppe n\u00e4hrt mit Gerste, Gem\u00fcse und Speck. Walliser Cholera und Berner Platte zeigen herzhafte Back- und Fleischtradition. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saisonale Gerichte spiegeln die Vielfalt der Schweiz: Fr\u00fchlingsgerichte mit B\u00e4rlauch und Spargel, sommerliche Walliser Aprikosen und Tessiner Polenta, herbstliche Wildspeisen mit Steinpilzen, winterliche K\u00e4seklassiker aus Alpk\u00e4sereien. Regionale Produkte, kurze Wege und traditionelle Rezepte verbinden alpine und urbane K\u00fcchen und zeigen lebendige kulinarische Identit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":57,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,33,37,39,38,40],"tags":[],"class_list":["post-56","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-der","category-die","category-saisonale","category-schweiz","category-vielfalt","category-zeigen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56\/revisions\/58"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/57"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/shml.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}